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Arbeit und Ausbildung

Für Menschen mit einer Aufenthaltsgestattung oder Duldung gilt, dass jede Form der Arbeitsaufnahme durch das Amt für Ausländerangelegenheiten genehmigt werden muss. Dies ist auch der Fall bei der Absolvierung eines Praktikums. Wenn ein Aufenthaltstitel (subsidiärer Schutz, Flüchtlingseigenschaft, Asylberechtigung) vorliegt, dann wird keine behördliche Genehmigung mehr benötigt.

Im Asylbewerberleistungsgesetz (AsylbLG) konnten bisher Asylbewerber und Geduldete nach 15 Monaten Aufenthalt keine aufstockenden Leistungen bekommen, wenn sie sich in einer Ausbildung oder im Studium befanden. Gleichzeitig waren sie von Fördermöglichkeiten ausgeschlossen. Diese Förderlücke ist nun geschlossen.
(Schreiben vom Ministerium für Familie, Frauen, Jugend, Integration und Verbraucherschutz - 6. Juni 2019)

Im Rahmen des Migrationspaktes, das im Juni 2019 beschlossen wurde, gab es zahlreiche Gesetzesänderungen im Bereich Arbeit und Ausbildung. Es gibt Übersichten, die besonders im Bereich der Arbeits- und Ausbildungsförderung sehr hilfreich sind:
Zugang zu Arbeits- und Ausbildungsförderung für Geflüchtete (Integration durch Qualifizierung (IQ) Fachstelle Einwanderung) - Juni 2019
Ausbildungsförderung für Geflüchtete (Integration durch Qualifizierung (IQ) Netzwerk Niedersachsen) - September 2019

Das Gesetz über Duldung bei Ausbildung und Beschäftigung wurde bereits im Bundesgesetzblatt verkündet und tritt am 1. Januar 2020 in Kraft. Informationen für die Voraussetzung zur Beschäftigungs- und Ausbildungsduldung können Sie folgendem Link entnehmen: www.bmi.bund.de

Über Arbeits- und Ausbildungsmöglichkeiten sowie Förderungsoptionen informiert die zuständige Agentur für Arbeit vor Ort. Auf der Webseite der Agentur für Arbeit gibt es außerdem eine Extrarubrik Informationen für Menschen aus dem Ausland.

Stand: September 2019